
Hörspiele sind seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der deutschsprachigen Popkultur. Neben Klassikern wie den Drei ??? oder John Sinclair haben sich in den letzten Jahren immer wieder neue Produktionen hervorgetan, die frischen Wind in die Szene bringen. Eine dieser innovativen Reihen ist Fraktal vom Label Gigaphon Entertainment, das mit großem Aufwand und hörbarer Leidenschaft produziert wurde. Während die ersten beiden Folgen bereits die Basis einer spannenden Science-Fiction-Saga legten, ist es vor allem die dritte Folge mit dem Titel Prähistorica, die bei vielen Hörern Eindruck hinterlassen hat.
Hier treffen futuristische Raumschiffe, eine Crew voller unterschiedlicher Charaktere und eine geheimnisvolle, fremde Welt aufeinander, die mehr an eine urzeitliche Dinosaurierlandschaft erinnert als an eine typische Science-Fiction-Umgebung. Das Ergebnis ist ein Hörspielerlebnis, das sich irgendwo zwischen Jurassic Park, Lost in Space und klassischen Pulp-Science-Fiction-Geschichten ansiedelt. In diesem ausführlichen Text wollen wir die dritte Episode der Reihe genauer betrachten: von der Handlung über die Sprecher bis hin zur Klanggestaltung und der thematischen Einordnung.
Hintergrund zur Serie Fraktal
Bevor wir tiefer in Prähistorica eintauchen, lohnt es sich, einen Blick auf die Gesamtserie zu werfen. Fraktal ist eine Science-Fiction-Hörspielreihe, die bei Gigaphon Entertainment erschien. Gigaphon war ein vergleichsweise kleines Label, das dennoch mit großem Anspruch an Storytelling, Sounddesign und Inszenierung an den Start ging. Die Serie Fraktal war als fortlaufende Abenteuergeschichte geplant, die klassische Science-Fiction-Themen wie Raumfahrt, unbekannte Welten, gefährliche Missionen und zwischenmenschliche Konflikte miteinander verbindet.
Die Handlung setzt bei einer Raumschiffcrew an, die – ähnlich wie man es aus anderen Genrewerken kennt – auf ihrer Reise durch das All immer wieder in unvorhersehbare Situationen gerät. Dabei geht es nicht nur um technische Probleme oder Kämpfe mit außerirdischen Mächten, sondern auch um die Auseinandersetzung mit fremden Kulturen, Naturphänomenen und mysteriösen Rätseln.
Die dritte Folge Prähistorica nimmt dabei eine besondere Stellung ein, denn sie konfrontiert die Figuren mit einer Umgebung, die man in einem Science-Fiction-Kontext nicht unbedingt erwartet: einer prähistorisch anmutenden Welt voller gigantischer Kreaturen.
Die Handlung von Prähistorica
Die Geschichte beginnt mit einer Notlage: Das Raumschiff Skyclad, mit dem die Crew unterwegs ist, muss auf einem fremden Planeten notlanden. Schon diese Ausgangslage erzeugt Spannung, denn eine Notlandung im All bedeutet immer, dass Ressourcen knapp sind und das Überleben der Besatzung auf dem Spiel steht.
Kaum sind die ersten Minuten vergangen, wird klar, dass die Crew getrennt ist: Jay und Amy, zwei der zentralen Figuren, befinden sich auf der einen Seite des Planeten, während der Rest der Mannschaft versucht, die Skyclad wieder instand zu setzen. Dieses Auseinanderreißen der Gruppe sorgt für ein doppeltes Spannungsmoment: Zum einen müssen Jay und Amy allein in einer lebensfeindlichen Umgebung klarkommen, zum anderen hängt das Schicksal aller davon ab, ob das Schiff repariert werden kann.
Der Planet selbst erweist sich als äußerst gefährlich. Schon bald stoßen Jay und Amy auf eine Vegetation, die ihnen fremd vorkommt, und dann auf die eigentlichen Stars der Episode: gigantische Dinosaurierartige Kreaturen. Hier zeigt sich der Grund für den Titel Prähistorica – es ist eine Welt, die wirkt, als sei sie der Urzeit entsprungen. Riesige Reptilien stapfen durch die Dschungellandschaften, fauchende Raubtiere lauern im Unterholz, und immer wieder dröhnt das Echo urzeitlicher Schreie durch die Soundkulisse.
Die beiden Abgetrennten müssen nicht nur einen Weg zurück zur Crew finden, sondern sich auch gegen diese übermächtigen Kreaturen behaupten. Währenddessen kämpft die übrige Besatzung mit der Frage, ob das Schiff überhaupt wieder startklar gemacht werden kann. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die Gefahren des Planeten nehmen zu – und je länger sie dort verweilen, desto größer wird die Gefahr, dass jemand das Abenteuer nicht überlebt.
Besonders spannend ist die Dramaturgie: Die Geschichte wechselt zwischen den beiden Handlungssträngen hin und her. Mal hören wir von den Versuchen, die Skyclad zu reparieren, mal von Jays und Amys Flucht vor gefährlichen Bestien. Diese Struktur sorgt dafür, dass der Spannungsbogen konstant hoch bleibt und die Hörer immer wieder zwischen Hoffen und Bangen wechseln.

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Jetzt dem WhatsApp-Kanal beitretenFiguren und Sprecher
Ein Hörspiel lebt von seinen Charakteren – und Fraktal hat hier einiges zu bieten.
- Jay: Eine der Hauptfiguren der Reihe, die mit Mut, Entschlossenheit und manchmal auch einer Portion Draufgängertum in die Handlung eingreift.
- Amy: Ebenfalls zentral, klug, vorsichtig und emotionaler als Jay. Durch ihre Perspektive wird die Dramatik des Abenteuers oft intensiver spürbar.
- Rest der Crew: Obwohl sie in dieser Folge teilweise in den Hintergrund tritt, bleiben sie wichtig für die Story. Ihre technischen Fähigkeiten und ihr Zusammenhalt sind entscheidend für die Reparatur der Skyclad.
Die Sprecher sind professionell besetzt, und gerade in Prähistorica zeigt sich, wie wichtig es ist, glaubhafte Emotionen zu transportieren. Angstschreie im Angesicht gigantischer Kreaturen, angespannte Dialoge inmitten der Notlage und auch kurze Momente des Humors wirken überzeugend.
Gigaphon hat es verstanden, eine Mischung aus bekannten Stimmen und weniger prominenten, aber talentierten Sprechern zusammenzustellen. Damit hebt sich die Serie auch von manch anderer Independent-Produktion ab, bei der häufig an der Sprecherwahl gespart wird.
Sounddesign und Musik
Das vielleicht eindrucksvollste Merkmal von Fraktal – Prähistorica ist das ausgefeilte Sounddesign, das von der ersten bis zur letzten Minute für eine dichte und immersive Atmosphäre sorgt. Gigaphon hat hier spürbar großen Wert darauf gelegt, den Hörer nicht nur mit Dialogen und Musik zu fesseln, sondern ihn regelrecht in die Welt des Hörspiels hineinzuziehen. Gerade weil das Setting der Episode zwischen einem havarierten Raumschiff und einer prähistorischen, von gigantischen Kreaturen bevölkerten Landschaft wechselt, bietet sich ein breites akustisches Spektrum, das in dieser Produktion meisterhaft ausgeschöpft wird.
Schon in den ersten Szenen, wenn die Skyclad in Bedrängnis gerät und die Notlandung bevorsteht, entfalten sich metallische Schwingungen, Alarmsignale und das dumpfe Grollen der Maschinen. Die Hörer spüren allein durch diese Geräusche die Gefahr, in der sich die Crew befindet, noch bevor ein einziges Wort gesprochen wird. Dieses Gefühl von beklemmender Technosphäre wird anschließend geschickt kontrastiert, sobald die Handlung auf den Planeten verlagert wird. Plötzlich wechselt die Klangkulisse von kaltem Maschinenlärm zu einer überwältigenden Naturatmosphäre, in der Vogelrufe, zirpende Insekten, raschelnde Pflanzen und vor allem das donnernde Brüllen urzeitlicher Bestien den Ton angeben.
Besonders hervorzuheben sind die Dinosaurierlaute, die in Prähistorica eine zentrale Rolle spielen. Sie wirken niemals beliebig oder nach standardisierten Geräuscharchiven, sondern vermitteln den Eindruck, als seien sie eigens für dieses Hörspiel erschaffen worden. Die mächtigen Brüller hallen durch die Dschungellandschaft, lassen den Boden beben und erzeugen ein Gefühl ständiger Bedrohung. Auch das Spiel mit Nähe und Ferne ist bemerkenswert: Mal erklingt das Grollen eines Ungeheuers in unmittelbarer Hörweite, so dass man glaubt, es direkt hinter sich zu spüren, mal donnert ein Schrei in weiter Entfernung, was ein Bild von einer gigantischen, weiten Landschaft entstehen lässt.
Doch das Sounddesign beschränkt sich nicht auf die bloße Nachbildung von Geräuschen. Es ist vielmehr ein dramaturgisches Mittel, das den Spannungsbogen lenkt. Wenn Jay und Amy vor einem der prähistorischen Raubtiere fliehen, wird ihr Atem schneller, das Rascheln des Unterholzes intensiver, und jeder Schritt verstärkt das Gefühl von Hektik und Panik. In ruhigeren Momenten dagegen senkt sich die Geräuschkulisse ab, sodass kleine Details wie das Tropfen von Wasser oder das Summen unsichtbarer Insekten den Ton angeben. Dieser Wechsel zwischen lautem, überwältigendem Sound und stilleren, fast intimen Atmosphären sorgt dafür, dass die Hörer immer wieder neu gefordert werden und nie in eine monotone Wahrnehmung verfallen.
Die Musik trägt entscheidend dazu bei, diese Wirkung noch zu verstärken. Gigaphon hat hier auf orchestrale Arrangements gesetzt, die in ihrer Wucht an große Science-Fiction- und Abenteuerproduktionen erinnern. Epische Themen erklingen, wenn die Handlung eine dramatische Wendung nimmt oder ein neuer, überwältigender Aspekt der Welt präsentiert wird. In Momenten der Gefahr drängen sich treibende Rhythmen und dunkle Klangflächen in den Vordergrund, die den Puls der Hörer unwillkürlich beschleunigen. Gleichzeitig gibt es melodische Passagen, die fast schon einen Hauch von Staunen vermitteln, etwa wenn die Figuren die beeindruckende Landschaft zum ersten Mal bewusst wahrnehmen.
Das Zusammenspiel von Geräuschen und Musik wirkt dabei nie beliebig, sondern wie aus einem Guss. Die Geräuschkulisse geht fließend in musikalische Themen über, und umgekehrt wird Musik oft so subtil eingesetzt, dass sie wie ein natürlicher Teil der Szene erscheint. Diese Verschmelzung führt zu einer akustischen Tiefe, die man in Hörspielen dieser Größenordnung nicht allzu häufig findet. Es ist genau dieser hohe Anspruch an die Klanggestaltung, der Prähistorica zu einem außergewöhnlichen Erlebnis macht.
Besonders interessant ist auch der Kontrast zwischen den beiden Welten, die akustisch dargestellt werden. Auf der einen Seite das kalte, technisch geprägte Universum des Raumschiffs, auf der anderen Seite die rohe, elementare Gewalt der prähistorischen Natur. Beide Klangräume sind klar voneinander getrennt, doch gleichzeitig auch eng miteinander verknüpft, da die Figuren immer wieder zwischen diesen Sphären wechseln müssen. Dadurch wird nicht nur die Handlung unterstützt, sondern auch die Thematik des Hörspiels verstärkt: der ewige Konflikt zwischen Technik und Natur, zwischen Zivilisation und Ursprünglichkeit.
Am Ende bleibt das Sounddesign der dritte Folge von Fraktal einer der stärksten Gründe, warum das Hörspiel bis heute so positiv in Erinnerung geblieben ist. Es zeigt, wie sehr Geräusche, Musik und Stimmen miteinander verwoben sein können, um ein Kopfkino zu erschaffen, das in seiner Intensität einem Kinofilm kaum nachsteht.

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Jetzt dem Bluesky-Kanal folgenThemen und Motive
Fraktal – Prähistorica ist nicht einfach nur eine Science-Fiction-Episode, in der die Figuren auf einem fremden Planeten stranden und dort gegen Dinosaurierartige Kreaturen ums Überleben kämpfen müssen. Hinter der actionreichen Oberfläche verbirgt sich ein Geflecht aus Themen und Motiven, das dem Hörspiel eine zusätzliche Tiefe verleiht und es von reiner Unterhaltung abhebt.
Ein zentrales Motiv ist das Überleben in einer feindlichen Umwelt. Jay und Amy sind von der Crew getrennt und gezwungen, sich in einem Terrain zurechtzufinden, das für sie vollkommen unbekannt ist. Die fremdartige Flora und Fauna, das unberechenbare Wetter und die ständige Bedrohung durch gigantische Kreaturen machen aus ihrem Weg durch den Dschungel einen Kampf ums nackte Leben. Dieses Motiv des Survivals zieht sich wie ein roter Faden durch die Episode und erinnert an klassische Abenteuergeschichten, in denen Menschen gegen die rohe Gewalt der Natur bestehen müssen. Das Hörspiel zeigt, wie fragile die Existenz des Einzelnen in einer Umgebung sein kann, die ihm völlig überlegen ist, und wie klein der Mensch im Angesicht der Urzeitgiganten wirkt.
Eng damit verbunden ist das Thema Mensch versus Natur. Die Crew der Skyclad repräsentiert eine hochentwickelte, technisierte Zivilisation, die über Maschinen, Computer und wissenschaftliches Wissen verfügt. Doch all das nützt nur wenig, wenn sie auf einer Welt landen, die von Kräften beherrscht wird, die urzeitlich und archaisch erscheinen. Die Natur in Prähistorica ist nicht romantisch oder sanft, sondern gewaltig, gefährlich und unberechenbar. Sie zeigt sich als eine Macht, die den Menschen jederzeit in die Schranken weisen kann. Dieser Gegensatz zwischen technischer Überlegenheit und natürlicher Ursprünglichkeit wird durch die akustische Gestaltung noch verstärkt: Auf der einen Seite das Summen der Maschinen und das Knistern von Schaltkreisen, auf der anderen Seite das Brüllen von Bestien und das Rascheln des Dschungels. Das Hörspiel macht damit deutlich, dass Technik und Fortschritt dem Menschen zwar Sicherheit geben können, aber niemals garantieren, dass er wirklich Herr über seine Umwelt ist.
Ein weiteres wichtiges Motiv ist der Zusammenhalt innerhalb einer Gemeinschaft. Während Jay und Amy allein ums Überleben kämpfen, ist der Rest der Crew damit beschäftigt, die Skyclad wieder startklar zu machen. Beide Handlungsstränge verdeutlichen, wie wichtig Teamarbeit und gegenseitiges Vertrauen sind. Die Episode zeigt, dass keine Figur allein bestehen könnte: Jay braucht Amys Umsicht, Amy braucht Jays Entschlossenheit, und die Crew im Raumschiff ist nur dann erfolgreich, wenn alle an einem Strang ziehen. Dieses Motiv des Zusammenhalts erinnert an viele klassische Abenteuergeschichten und ist zugleich ein universelles Thema, das in jeder Extremsituation von Bedeutung ist.
Darüber hinaus spielt die Faszination für das Prähistorische eine große Rolle. Schon der Titel Prähistorica deutet an, dass es hier nicht nur um eine äußere Bedrohung geht, sondern auch um die Begegnung mit einer Welt, die eigentlich längst vergangen ist. Dinosaurier üben seit jeher eine enorme Anziehungskraft aus – sie sind Sinnbilder für eine Zeit, in der die Erde von gewaltigen Kreaturen beherrscht wurde, die weit größer und mächtiger waren als der Mensch. Das Hörspiel bedient diese Faszination, indem es die Hörer in eine Umgebung versetzt, die wie eine Mischung aus Jurassic Park und einem klassischen Pulp-Sci-Fi-Abenteuer wirkt. Die Begegnung mit den urzeitlichen Wesen ist dabei nicht nur eine Gefahr, sondern auch eine Art Wunder, das Staunen und Furcht zugleich hervorruft.
Ein weiteres, subtileres Thema ist das Unbekannte als Bedrohung und Chance zugleich. Der Planet, auf dem die Crew gestrandet ist, ist ihnen völlig fremd. Alles an ihm wirkt neu, gefährlich und unberechenbar. Doch gerade diese Fremdheit ist es, die die Geschichte vorantreibt und die Figuren dazu zwingt, über sich hinauszuwachsen. Das Motiv des Unbekannten gehört zu den zentralen Elementen vieler Science-Fiction-Werke, und in Prähistorica wird es durch das prähistorische Setting in einer originellen Variante umgesetzt. Die Figuren begegnen etwas, das zugleich uralt und völlig neu für sie ist – eine Welt, die außerhalb ihrer Vorstellungskraft liegt und sie doch unausweichlich in ihren Bann zieht.
Schließlich schwingt in der Episode auch das Thema der Zerbrechlichkeit menschlicher Pläne mit. Die Crew startet als Teil einer Expedition mit einem klaren Ziel, doch eine Notlandung genügt, um alles infrage zu stellen. Dieser Bruch mit Erwartungen und Routinen verdeutlicht, wie wenig Kontrolle der Mensch über die großen Kräfte des Universums hat. Technik, Wissen und Erfahrung reichen nicht immer aus, wenn das Schicksal oder die Natur ihre eigenen Gesetze durchsetzen. Diese Botschaft klingt im Hintergrund mit und gibt der Episode eine philosophische Tiefe, die über das reine Abenteuer hinausgeht.
So zeigt Prähistorica, dass es in diesem Hörspiel nicht allein um Dinosaurier-Action oder Science-Fiction-Spannung geht. Vielmehr greift die Episode universelle Themen wie Überleben, Zusammenhalt, die Grenzen der Technik und die Macht der Natur auf. Indem diese Motive miteinander verwoben werden, entsteht eine Geschichte, die gleichermaßen unterhält und zum Nachdenken anregt.
Einordnung in die Reihe
Die Folge Prähistorica ist innerhalb der Reihe ein wichtiger Meilenstein. Während die ersten beiden Episoden noch stärker im klassischen Science-Fiction-Kontext verwurzelt sind, wagt diese Folge einen Genre-Mix. Sie bringt die Science-Fiction-Handlung in eine Art Urzeit-Setting und erweitert damit die Vielfalt der Serie.
Die Entscheidung, Dinosaurier in einer Science-Fiction-Reihe auftreten zu lassen, ist mutig und originell. Zwar gab es in Literatur und Film schon vergleichbare Ansätze, doch in der Hörspielwelt ist das ein eher seltenes Motiv. Damit sticht Prähistorica hervor und bleibt in Erinnerung.
Fazit
Fraktal – Prähistorica ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie man Science-Fiction und Abenteuer in einem Hörspiel auf spannende Weise verbinden kann. Die Mischung aus Notlage, Survival, Dinosaurier-Action und technischen Problemen sorgt für ein abwechslungsreiches und packendes Erlebnis.
Besonders hervorzuheben sind das Sounddesign und die Musik, die eine intensive Atmosphäre erzeugen. Die Sprecher liefern glaubhafte Leistungen ab, und die Handlung bleibt durch ihre zwei parallelen Stränge durchgehend spannend.
Für Fans von Science-Fiction-Hörspielen, die auch mal Lust auf etwas Ungewöhnliches haben, ist Prähistorica ein Pflichtprogramm. Es zeigt, dass Gigaphon in der Lage war, mit begrenzten Mitteln eine Produktion abzuliefern, die qualitativ durchaus mit großen Labels mithalten kann.
Fraktal – Prähistorica
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- Label / Verlag: Gigaphon
- Veröffentlicht:
- Genre: Science-Fiction
- Herkunft: Deutschland
Produktion
- Buch: Peter Lerf
- Regie: Peter Lerf
- Soundtrack: Peter Lerf
- Mischung: Peter Lerf
- Dialogaufnahmen: Martin Sabel
- Bookletgestaltung: Ralf Gromer
Sprecher
- Jason „Jay“ Jublonsky, Journalist – Martin Schäfer
- Ian Pierce, Captain – Gordon Piedesack
- Nicolas Spooner, Commander – Martin Sabel
- Dr. Amy Keppler, Biologin – Bettina Zech
- Thomas Sabian, Ingenieur – Robert Missler
- Dr. Francis Copeland, Schiffsarzt – Sven Mai
- Kaylani Soto, Pilotin – Julia Casper
- LUNA – Carmen Molinar
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