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Groschengrusel – Blutige Pyjamaparty

Groschengrusel – Blutige Pyjamaparty öffnet die Tür zu einer Art Horror, der sofort vertraut wirkt und doch neu klingt: ein Kammerspiel in den vier Wänden einer Studentenwohnung, getragen von drei Stimmen, die Nähe schaffen – und genau dadurch verletzlich machen. Der Reiz liegt im Spannungsfeld zwischen Retro-Charme und moderner Produktion: Kiosk-Ästhetik im Kopfkino, aber erzählt mit präzisem Sounddesign, klarer Dramaturgie und einem psychologischen Unterstrom, der den Slasher-Reiz erdet. Was als harmloser Abend beginnt, kippt schleichend in etwas, das sich nicht mehr mit Licht an, Fenster zu beruhigen lässt. Jeder Schritt im Flur, jedes Knacken im Holz, jeder zu nahe Atemzug verschiebt die Wahrnehmung – bis aus vertrauten Räumen eine akustische Falle wird,

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Abenteuer vom Rosenhof – Der Funkenfels

Ein leiser Regen über Funkental, das Knacken nasser Holzstufen, irgendwo raschelt Eichhörnchen Cookie – Der Funkenfels öffnet die Tür zum Rosenhof mit einer Atmosphäre, die sofort ankommt. Statt Krawall setzt der Auftakt der Reihe Abenteuer vom Rosenhof auf behutsame Spannung: Fine und Melody stolpern nicht in ein Effektfeuerwerk, sondern in ein Geheimnis, das Respekt einfordert. Ein sagenumwobener Kristall, neugierige Fragen und ein Besucher mit zu viel Besitzdrang – mehr braucht es nicht, um eine Geschichte über Freundschaft, Achtsamkeit und Verantwortung zu erzählen. Die Welt klingt greifbar: Regen, Hof, Wald, kleine Wege, die wie nebenbei zu Pfaden werden. Gerade weil die Magie nicht laut ist, bleibt sie nah. Der Funkenfels ist ein Auftakt, der warm erzählt und klug dosiert: kindgerecht ohne Zeigefinger, stimmungsvoll ohne Kitsch, spannend ohne Angstbilder. Wer sanfte Fantasy mag und Geschichten schätzt, die Haltung nicht predigen, sondern spürbar machen, findet hier einen sicheren Startpunkt – und Lust auf weitere Spaziergänge durch Funkental.

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Solomon Kane – Die Hand des Verderbens

Solomon Kane – Die Hand des Verderbens eröffnet eine düstere Reise in eine Welt, in der Glaube nicht wärmt, sondern führt – kompromisslos, unerbittlich, unbestechlich. Holysoft übersetzt Robert E. Howards Puritaner in ein Hörspielerlebnis, das auf Stimme, Raum und Stille vertraut: kein Effektgewitter, sondern präzise gesetzte Klänge, die sich wie kalte Finger an die Nerven legen. Im Zentrum steht ein Wanderer, der nicht diskutiert, sondern prüft; der nicht bittet, sondern richtet – und der doch immer wieder an die Grenzen des Menschlichen stößt, weil Schuld selten eindeutig ist und das Böse selten greifbar.

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Das Traumzauberbuch – Die Traum-Abenteuer beginnen!

Das Traumzauberbuch – Die Traum-Abenteuer beginnen! eröffnet eine Kinderhörspielreihe von Holysoft, die Fantasie nicht als Flucht, sondern als Einladung zum Mitmachen versteht. Im Zentrum steht ein einfaches, schönes Prinzip: Ein altes Buch voller Back-Zauber verwandelt Neugier und Zusammenarbeit in echtes Abenteuer. Statt lauter Effekte setzt der Auftakt auf Wärme, Humor und klare Orientierung – ein Klangraum, in dem Küchenklappern, Dachbodenkichern und kleine Rätsel ineinander greifen. Die Folge richtet sich an Kinder im Grundschulalter, funktioniert aber auch als Familienhörspiel, weil sie ohne Hektik erzählt, musikalisch weich führt und die Figuren ernst nimmt. Besonders charmant: Magie entsteht hier durchs Tun – Zutaten abwiegen, rühren, warten, ausprobieren. Was wie ein Spiel beginnt, wird zum kleinen Lehrstück über Teamgeist, Geduld und Selbstvertrauen, ohne je den Zeigefinger zu heben. Der Auftakt ist in sich abgeschlossen, legt aber Fährten für weitere Reisen und macht Lust auf das, was hinter der nächsten Seite des Buches wartet: neue Räume, neue Aufgaben, neue Aha-Momente. Wer ein freundliches, sorgfältig produziertes Kinderhörspiel sucht, das Kopfkino weckt und zugleich alltagstauglich bleibt, findet hier einen leichten, aber nachhaltigen Einstieg – genau die Sorte Geschichte, die man gern am Abend anschaltet und beim nächsten Mal sofort wiedererkennt.

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Edgar Wallace Legends – Der Rächer

Edgar Wallace Legends – Der Rächer bringt einen der ikonischsten Stoffe des britischen Krimikosmos in eine moderne Hörspielinszenierung. Holysoft setzt auf klare Dramaturgie, präzises Sounddesign und fein austarierte Dialoge, um den klassischen Rächer-Mythos – einen selbsternannten Vollstrecker jenseits des Rechts – mit heutiger Spannungskultur zu verbinden. Zwischen Filmset, Salon und Schattenräumen entfaltet sich ein Fall, in dem Inszenierung selbst zur Waffe wird: Botschaften, Geräusche, Blicke – alles steht auf der Bühne der Öffentlichkeit. Ermittler Mike Brixan hält den roten Faden, während die markante Klangarchitektur die Guillotine zur unheimlichen Symbolfigur macht. Ohne Nostalgie-Kitsch und ohne laute Modernisierungsposen zeigt diese Folge, warum Wallace bis heute trägt: moralische Reibung, elegante Rätselmechanik, subtile Atmosphäre. Wer kühle Präzision, dichtes Timing und eine stilvolle Hommage an den Klassiker sucht, findet hier einen souveränen Einstieg in die Legends-Reihe.

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Hellboy – A Plague of Wasps

Wenn Hellboy in den Dschungel reist, wird aus Abenteuer schnell Autopsie am Übernatürlichen. Hellboy: A Plague of Wasps ist kein vertontes Comic-Recycling, sondern eine eigens für GraphicAudio geschriebene Originalgeschichte als vollinszeniertes Hörspiel – mit Ensemble, Geräuschen und Musik, also echtes Kopfkino. Verortet in der Phase um Hellboy in Love begleitet Hellboy die Archäologin Anastasia Bransfield nach Brasilien, wo eine Grabung aus dem Ruder läuft und ein unerklärliches Phänomen den Körper zum Schlachtfeld macht: ein Schwarm, der nicht nur sticht, sondern denkt. Was als fachlich nüchterne Unterstützung beginnt, kippt in eine Eskalation aus Ermittlungsarbeit, Rituallogik und kompromisslosem Body-Horror.

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Sherlock Holmes Legends – Eine Studie in Scharlachrot II: Hope

Sherlock Holmes Legends – Eine Studie in Scharlachrot II: Hope rückt jenen Teil von Doyles erstem Holmes-Roman ins Zentrum, der in vielen Adaptionen zu kurz kommt: die amerikanische Vorgeschichte. Statt erneut das Londoner Wer war’s? zu variieren, erzählt Holysoft die Entstehung der Tat – als Tragödie um Jefferson Hope, John Ferrier und Lucy zwischen Wüste, Siedlerzug und einer allgegenwärtigen Zwangsordnung. Der Perspektivwechsel vom Gaslicht der Baker Street in die staubige Weite Utahs ist mehr als Kulisse: Er erklärt, warum aus einem Überlebenden ein Rächer wird, und verleiht den Morden an Drebber und Stangerson eine psychologische Tiefe, die den Kriminalfall rückwirkend neu färbt. Klangregie, Musik und präzise gesetzte Dialoge bauen eine Welt, in der Nähe und Bedrohung ständig gegeneinander arbeiten – heimliche Treffen, leise Gebote, harte Schritte auf Holzplanken. Hope ist damit weniger klassischer Detektiv-Showcase als konzentriertes Hörspiel-Drama über Liebe, Macht und Selbstermächtigung; es ergänzt Teil I (Drebber) nicht nur, sondern macht ihn erst vollständig. Wer Holmes schätzt, erhält hier die selten ausgespielte B-Seite der berühmten Studie in Scharlachrot – erzählerisch geschlossen, atmosphärisch eigen und in einer Stunde so dicht, dass die Bilder im Kopf lange nachklingen.

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VIDAN – Staffel 3: Schrei nach Vernichtung

Mit VIDAN – Staffel 3: Schrei nach Vernichtung zieht Raimon Weber die Schraube endgültig an. Dreizehn Monate nach den Geschehnissen am Newell-See kehrt in Blackdale kein echter Frieden ein, nur eine dünne Ruhe vor dem nächsten Beben. Gleichzeitig bricht im mexikanischen Santa Charcas die Ordnung weg: Kartellmacht, Korruption und ein Plan, der über das Diesseits hinausgreift, treiben die Stadt an den Rand. Sheriff Miles Vidan versucht, Familie und Heimat zu schützen, während Kirima an vorderster Front gegen neue, mutierte Bedrohungen vorgeht und Nosara Varela in Santa Charcas das Gesetz gegen übermächtige Gegner verteidigt. Die Serie verknüpft den Nahraum einer Kleinstadt mit dem Ausnahmezustand einer Metropole und öffnet dabei konsequent die Tür zur anderen Seite —nicht als Mythos, sondern als handelnde Kraft.

Das Cover zum Hörspiel VIDAN – Staffel 2: Schrei nach Stille

VIDAN – Staffel 2: Schrei nach Stille

Schrei nach Stille führt VIDAN dorthin zurück, wo alles begann: nach Blackdale, an den See, in jene amerikanische Kleinstadt, in der Naturgeräusche plötzlich wie Warnsignale klingen. Ein Sommer liegt über Montana, doch der Frieden ist trügerisch. Miles Vidan versucht, Alltag zu leben, Sally Hansen hält die Praxis am Laufen, Sheriff Lennox kämpft sich zurück – und dann setzt etwas ein, das eher kriecht als knallt: seltsame Vorkommnisse am Wasser, Verstörungen im Verhalten, eine Sekte, die vom Allumfassenden raunt, und im Hintergrund Mr. Haze, der nicht nur Pläne hat, sondern Rahmenbedingungen baut.

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Das Schwarze Auge – Das Tor in die Vergangenheit

Das Schwarze Auge – Das Tor in die Vergangenheit verbindet klassische Aventurien-Fantasy mit einem reizvollen Zeitreise-Motiv. Statt bloßer Dungeon-Routine öffnet sich hier buchstäblich ein Riss in der Geschichte: Ein mysteriöses Artefakt, uralte Mächte und Spuren längst vergessener Reiche ziehen die Helden in ein Abenteuer, das nicht nur Mut und Verstand, sondern auch Fingerspitzengefühl für historische Zusammenhänge verlangt. EUROPA übersetzt die DSA-Welt in ein kompaktes, atmosphärisch dichtes Hörspiel: knisternde Lagerfeuer-Szenerien, hallende Gewölbe, schabende Portale, markante Stimmen – alles greift ineinander wie Zahnräder eines Uhrwerks, das Schritt für Schritt in ferne Zeiten tickt.

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Astra Obscura: Der Pfad der Sterne – Der Liebe Leid

Astra Obscura – Der Pfad der Sterne: Der Liebe Leid eröffnet die Reihe mit leiser Autorität und klarer Handschrift. Statt mit Spektakel zu starten, zieht der Auftakt seine Spannung aus Nähe: Werkstattluft, das rhythmische Schlagen auf dem Amboss, das vorsichtige Wiedersehen im Dorf. Im Zentrum steht Taru, dessen Rückkehr alte Wunden aufreißt und neue Fragen stellt: Was schuldet man Herkunft, was sich selbst, und wie viel Wahrheit verträgt ein Versprechen aus Kindertagen? Die Folge arbeitet mit Andeutungen, nicht mit Effekten. Über dem Geerdeten hängt ein Sternenhimmel, der mehr ist als Kulisse – ein stilles Versprechen, dass Privates und Kosmisches zusammenfinden werden. Sounddesign und Musik bleiben zurückhaltend und präzise, Dialoge lassen Pausen wirken, die Welt fühlt sich bewohnt an. Der Liebe Leid ist damit weniger Prolog als Fundament: ein bewusst langsamer, atmosphärischer Start, der Figuren bindet, Motive pflanzt und den Blick vorbereitet auf eine Reise, die vom Dorfplatz in größere Ordnungen führt. Wer Geduld mitbringt, spürt früh, wie sich aus kleinen Gesten großes Erzählen formt.

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Monster 1983 – Staffel 3

Monster 1983 – Staffel 3 ist das notwendige Finale einer Geschichte, die als Sommerflimmern begann und als dunkler Herbststurm endet. Harmony Bay, diese scheinbar vertraute Küstenstadt, wird noch einmal zur Bühne für alles, was die Reihe stark macht: präzise Figurenführung, konsequente Eskalation, ein Sounddesign, das Räume fühlbar macht, und eine Erzählhaltung, die lieber Konsequenzen zeigt als Trost zu spenden. Nach Andeutungen, falschen Fährten und langsam verdichteten Hinweisen zieht das Schlusskapitel die Schlinge zu: persönliche Schuld trifft auf kollektive Bedrohung, das Unheimliche im Vertrauten trifft auf sehr diesseitige Panik. Dabei bleibt Monster 1983 dem eigenen Kern treu. Die Serie sucht keinen billigen Knalleffekt, sondern zwingt ihre Figuren zu Entscheidungen, die etwas kosten – und Hörer dazu, mit Ambivalenz zu leben. Wer das Retro-Flair der ersten Staffel mochte, findet hier die erwachsene Fortsetzung: weniger Nostalgie, mehr Notwendigkeit. Wer Spannungsunterhaltung mit Haltung schätzt, bekommt ein Finale, das nicht abwickelt, sondern zu Ende denkt. Es ist das Kapitel, in dem die leisen Töne am lautesten hallen, die großen Namen des Ensembles die Bühne nicht überstrahlen, sondern tragen – und in dem aus dem Mythos Kleinstadt ein Prüfstand für Vertrauen, Verantwortung und Liebe wird. Kurz: ein Abschluss, der wehtut, weil er stimmt.