
The Box of Delights erscheint bei Big Finish in der Reihe Big Finish Classics und basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuchklassiker von John Masefield aus dem Jahr 1935. Der Roman gilt in Großbritannien als einer der großen Weihnachtsstoffe neben A Christmas Carol und wurde bereits mehrfach für Radio und Fernsehen adaptiert – besonders bekannt ist die BBC-TV-Serie von 1984.
Big Finish hat sich 2021 dieser Vorlage angenommen und sie als vollständig neu produziertes Hörspiel umgesetzt. Die Adaption stammt von Christopher William Hill, Regie führt Barnaby Edwards. Die Laufzeit beträgt rund fünf Stunden, aufgeteilt in zehn halbstündige Episoden, die im Stile eines klassischen Radio-Serials mit Cliffhangern enden. Ergänzt wird das Ganze durch etwa eine Stunde Bonusmaterial mit Interviews und Hintergrundgesprächen.
Besonders reizvoll: Big Finish knüpft bewusst an die Tradition der früheren Adaptionen an. So wird die berühmte Carol Symphony von Victor Hely-Hutchinson, die schon im BBC-TV-Klassiker als Titelmusik genutzt wurde, in einer neuen Fassung als zentrales musikalisches Leitmotiv verwendet. Gleichzeitig sorgt Joe Kraemer (u. a. bekannt aus dem Film- und Hörspielbereich) für zusätzliche Musik, während Steve Foxon das Sounddesign verantwortet.
Die Produktion wurde im Dezember 2020 vollständig remote aufgezeichnet – also dezentral, mit den Sprechern an verschiedenen Orten, was pandemiebedingt damals üblich war. Dass man davon im fertigen Hörspiel kaum etwas merkt, ist bereits ein erstes Qualitätsmerkmal für Regie und Postproduktion.
Eine magische Weihnachtsreise mit dunklen Schatten
Im Zentrum steht der Schüler Kay Harker, der sich auf der Heimreise von der Schule in die Weihnachtsferien befindet. Schon im Zug ist von Wölfen, die durchs Land streifen die Rede – sowohl im bildlichen als auch im wörtlichen Sinn. Kay gerät am Bahnhof in ein Gespräch mit einem ungewöhnlichen Punch-and-Judy-Mann: Cole Hawlings, gespielt von Sir Derek Jacobi. Dieser exzentrische, leicht verschrobene alte Mann wirkt einerseits freundlich, andererseits geheimnisvoll und warnt Kay vor dunklen Mächten, die hinter ihm her sind.
Schon bald wird klar, worum es geht: Cole besitzt eine magische Box, die weit mehr ist als ein hübscher Gegenstand. Mit ihr kann man:
- sich verkleinern oder vergrößern
- mit unglaublicher Geschwindigkeit durch Raum und Zeit reisen
- in ferne Epochen hineinspringen
- und in Visionen Mythengestalten, historische Figuren und fantastische Wesen erleben
Diese Box of Delights ist seit Jahrhunderten umkämpft. Ein magischer Gegenspieler – der finstere Magier Abner Brown, gespielt von Mark Gatiss, – trachtet danach, das Artefakt in seine Hände zu bekommen. Er tarnt sich als Geistlicher, um unauffällig agieren zu können, und hat ein ganzes Netzwerk aus Ganoven, Schurken und magischen Handlangern um sich versammelt.
Kay wird eher widerwillig zum Hüter der Box: Cole erkennt in ihm denjenigen, der sie vor Abner beschützen soll, und übergibt sie ihm, als klar wird, dass die Gegner ihm zu dicht auf den Fersen sind. Von da an beginnt eine klassische Boy’s Own-Abenteuergeschichte – mit Zeitreisen, magischen Begegnungen, Verfolgungsjagden und der drängenden Frage, ob es Kay gelingt, Weihnachten zu retten.
Im Verlauf des Hörspiels reist Kay:
- in vergangene Jahrhunderte, wo er Mönche, Ritter und antike Gestalten trifft
- in wilde, mythische Wälder, in denen Herne the Hunter und andere Sagengestalten lauern
- auf gefährliche Wege, auf denen piratenhafte Ratten, Gangster und magische Wächter sein Leben bedrohen
Parallel spitzen sich die Ereignisse in der Gegenwart zu: Es verschwinden Geistliche, ein wichtiges Weihnachtsgottesdienst-Ritual ist in Gefahr, und zunehmend stellt sich heraus, dass Abners Plan weit über den reinen Diebstahl der Box hinausgeht. Er versucht, die magischen Möglichkeiten des Artefakts zu nutzen, um seine eigene Macht zu zementieren und die Ordnung der Welt zu pervertieren.
Big Finish nutzt die zehn Episoden, um diesen Plot relativ werkgetreu, aber mit deutlichen Anpassungen an das Audio-Medium zu erzählen. So bekommt vor allem Kay einen aktiven Part als Erzähler seiner eigenen Erlebnisse, und die Struktur mit wiederkehrenden Motiven (die Wölfe, die Box, das drohende Weihnachten) schafft einen stark seriellen Sog: Jede Episode treibt Kay weiter in diese Mischung aus Weihnachtsidylle, düsterer Fantasy und altenglischer Sagenwelt hinein.

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Jetzt dem WhatsApp-Kanal beitretenFiguren und Sprecher
Ein großer Reiz der Big-Finish-Fassung ist der sehr prominente Cast, der zum großen Teil aus erfahrenen britischen Charakterdarstellern besteht – viele davon mit Doctor-Who- oder Hörspiel-Background.
Wichtige Rollen:
- Cole Hawlings – Derek Jacobi: Jacobi verleiht dem alten Punch-and-Judy-Mann eine Mischung aus Sanftheit, Humor und uralter Autorität. Die Figur wirkt einerseits wie ein liebenswerter Großvater, andererseits wie ein jahrhundertealter Magier, der mit Kräften spielt, die er gerade noch beherrscht.
- Kay Harker – Mack Keith-Roach: Als jugendlicher Hauptfigurensprecher trägt er das Hörspiel: seine Neugier, sein moralischer Kompass und seine Verletzlichkeit machen Kay glaubwürdig. Laut Interviews und Rezensionen sei seine Leistung besonders hervorzuheben – er klingt tatsächlich wie ein Junge, der zwischen Internatsalltag und kosmischen Abenteuern hin- und hergerissen wird.
- Abner Brown – Mark Gatiss: Gatiss spielt den Bösewicht als charmanten, aber zutiefst unheimlichen Magier im Gewand eines Geistlichen. Er genießt hörbar jede Szene, in der er Intrigen spinnt, falsche Freundlichkeit ausstrahlt oder seine dunkle Seite offenbart. Er selbst hat das Hörspiel als Projekt mit einer seiner Lieblingsszenen überhaupt bezeichnet.
- Sylvia Daisy Pouncer – Louise Jameson: Abners Komplizin, ursprünglich Kays Gouvernante aus dem Prequel The Midnight Folk, wird hier zu einer präsenten, aktiven Antagonistin. Jameson betont in Interviews, wie verrückt und zugleich logisch die Geschichte wirkt – ihre Figur bringt Biss und Bosheit in den Plot.
- Caroline Louisa – Lisa Bowerman: Kays Vormundin, die die Kinder beherbergt und versucht, inmitten der bizarren Ereignisse Ruhe und Struktur zu bewahren.
- Maria Jones, Peter Jones, Susan Jones – gesprochen u. a. von Clare Corbett, Lizzie Waterworth-Santo und Deeivya Meir.
Besonders Peter erhält in dieser Adaption eine deutlich größere Rolle: Statt nur am Rand aufzutauchen, ist er Kays aktiver Begleiter, damit die beiden gemeinsam Szenen kommentieren können – ein wichtiger Kniff für das Audio-Medium.
- Ellen (Mina Anwar), The White Lady (Annette Badland), Inspector (Tim Bentinck), Herne the Hunter (Raj Ghatak), Foxy-Faced Charles (Nicholas Pegg), Chubby Joe (Damian Lynch), Arnold of Todi (David Warner) und viele weitere runden das Ensemble ab.
Die Besetzungsliste liest sich wie ein Who is Who der britischen Hörspiel- und Fernsehlandschaft, und genau das merkt man der Produktion an: Die Figuren sind klar unterscheidbar, jede Stimme trägt ihren Teil zur Atmosphäre bei.
Auffällig ist, dass die Adaption den weiblichen Figuren mehr Profil gibt: Figuren wie Ellen oder die White Lady bekommen mehr Handlungsmacht und dürfen aktiv agieren statt nur Opfer zu sein – ganz bewusst wurde hier gegenüber dem 1930er-Original nachgeschärft, um heutigen Erwartungen an Rollenbilder gerecht zu werden.
Aufbau, Tempo und Struktur der zehn Episoden
Die rund fünf Stunden der Hauptgeschichte sind auf zehn Episoden zu je ca. 30 Minuten verteilt. Jede Folge hat einen klaren Spannungsbogen:
- Einstieg mit kurzer Re-Orientierung
- eine zentrale Sequenz (z. B. bestimmte Zeitreise, Begegnung oder Konfrontation)
- Cliffhanger oder emotionaler Schlusspunkt, der in die nächste Episode zieht
Das erinnert an klassische BBC-Serials und passt sehr gut zum Stoff: The Box of Delights war schon immer episodisch angelegt, mit einzelnen Abenteuern, die Kay nacheinander erlebt. Das Hörspiel nimmt diese Struktur auf und verstärkt sie sogar – etwa indem einzelne ikonische Szenen wie Wolfsangriffe, die Reise mit dem magischen Schlitten oder die Erkundung der Kellergewölbe unter Chesters eigene kleine Mini-Episodes innerhalb der Folgen bilden.
Das Tempo ist insgesamt eher gemächlich, aber nicht zäh: Die Produktion nimmt sich Zeit für Stimmungen, Dialoge und Atmosphäre, ohne auf Action zu verzichten. Gerade Hörer, die schnelle, moderne Streaming-Serien gewohnt sind, werden merken, dass The Box of Delights eher im Modus einer klassischen Weihnachtsserie funktioniert – was durchaus beabsichtigt ist.
Atmosphäre, Musik und Sounddesign
Ein ganz wesentlicher Reiz der Big-Finish-Adaption von The Box of Delights liegt in der dichten Atmosphäre, die vor allem durch Musik und Sounddesign getragen wird. Schon die Eröffnung mit der neu arrangierten Carol Symphony setzt den Ton: feierlich, leicht melancholisch, eindeutig weihnachtlich – aber mit einem Unterton von Geheimnis und Gefahr. Dieses musikalische Leitmotiv kehrt immer wieder, mal voll ausgespielt, mal nur angedeutet, und funktioniert wie ein akustischer Rahmen, der die einzelnen Episoden zusammenhält. Dazu kommt die eigens komponierte Musik, die je nach Szene zwischen warmen, fast verträumten Klängen und spannungsgeladenen, dunkleren Passagen pendelt. Die Musik ist nie bloße Untermalung, sondern arbeitet mit Pausen, Crescendi und wiederkehrenden Figuren, um innere Stimmungen und Wendepunkte in der Handlung zu markieren.
Das Sounddesign greift diese Linie auf und baut eine Klangwelt, in der man sich als Hörer fast körperlich verortet fühlt. Der knirschende Schnee unter den Füßen, das Heulen der Wölfe in der Ferne, das Rattern des Zuges, das Murmeln einer Kirche vor der Mitternachtsmesse, das Tropfen und Echo in unterirdischen Gängen – all das ist präzise gesetzt und sorgfältig abgestuft. Man hat nie das Gefühl, in einem generischen Geräuscharchiv zu stecken; vielmehr klingt jede Umgebung eigen, mit ihrem eigenen Hall, ihrer eigenen Luft. Besonders eindrucksvoll sind die Übergänge, wenn Kay die Box nutzt: Die Welt kippt dann akustisch – Klangflächen werden gedehnt, Stimmen hallen nach, Geräusche überblenden ineinander, bis sich eine neue Szenerie herauskristallisiert. So wird die Magie der Box nicht erklärt, sondern hörbar gemacht.
Auch der Umgang mit Stimmen und Räumen trägt zur besonderen Atmosphäre bei. Figuren klingen je nach Ort anders – in der Kirche mit deutlichem Raumhall, draußen im Schnee gedämpfter, in engen Räumen trockener und näher. Das gibt dem Hörer ein gutes Gefühl dafür, wo er sich gerade befindet, ohne dass ständig erklärende Dialoge nötig wären. Wenn mehrere Figuren durcheinander reden, bleibt die Verständlichkeit trotzdem erstaunlich hoch, weil Position, Lautstärke und Klangfarbe sehr bewusst voneinander abgesetzt sind. Gerade in Szenen mit vielen Beteiligten – etwa bei hektischen Verfolgungen oder in den Gewölben – kommt diese saubere Staffelung der Tonspuren zum Tragen und verhindert, dass das Klangbild in chaotisches Rauschen kippt.
Die Atmosphäre profitiert zudem von der Art, wie die Produktion mit Stille umgeht. Es gibt immer wieder Momente, in denen Musik und Geräusche zurückgenommen werden und nur eine einzelne Stimme oder ein kleines Detail zu hören ist – etwa ein knisterndes Feuer, ein entferntes Läuten, ein kurzes Aufheulen des Windes. Diese Ruhepunkte lassen die bedrohlichen Szenen später umso intensiver wirken und geben der Geschichte einen fast atemenden Rhythmus. Man merkt, dass hier jemand bewusst mit Dynamik arbeitet, statt die fünf Stunden Spielzeit mit Dauerbeschallung zu füllen.
In der Summe entsteht so eine Klanglandschaft, die genau den Spagat schafft, den der Stoff braucht: Sie ist warm und weihnachtlich genug, um das Gefühl eines klassischen Adventmärchens zu vermitteln, aber zugleich geheimnisvoll, manchmal sogar bedrohlich, um den fantastischen und düsteren Elementen gerecht zu werden. Musik und Sounddesign machen The Box of Delights zu einem Hörspiel, das nicht nur erzählt, sondern im besten Sinne erlebt wird. Wer sich darauf einlässt, sitzt nicht einfach vor einer Geschichte, sondern steht mit Kay im Schnee, hört die Wölfe, spürt den Zug im Dunkel der Nacht und fühlt, wie sich mit jedem Einsatz der Box die Grenzen zwischen den Zeiten und Welten verschieben.
Themen und Motive
In The Box of Delights verschränken sich eine ganze Reihe von Themen und Motiven, die weit über eine einfache Weihnachtsgeschichte für Kinder hinausgehen. Im Zentrum steht dabei die Perspektive von Kay Harker, der exemplarisch für eine Kindheit zwischen Fantasie und Verantwortung steht. Er ist kein passiver Beobachter, sondern jemand, dem wortwörtlich eine magische Macht in die Hände gelegt wird – die Box – und der lernen muss, mit dieser Macht umzugehen. Die Box ist damit mehr als ein reines Plotwerkzeug: Sie symbolisiert kindliche Vorstellungskraft, aber auch die Bürde, Entscheidungen zu treffen, die Folgen haben. Die Big-Finish-Adaption betont das, indem sie Kay konsequent als handelnde Figur inszeniert, die nicht nur staunt, sondern aktiv eingreift, Risiken eingeht und manchmal Fehler macht, ohne dabei seinen moralischen Kern zu verlieren.
Eng damit verbunden ist das Thema Weihnachten als Zeit zwischen Tradition und Umbruch. Die Geschichte spielt ganz bewusst in der Adventszeit und lädt all die vertrauten Bilder auf: verschneite Dörfer, Kirchenglocken, Mitternachtsmesse, Chorgesang, dampfende Züge, Kerzenlicht. Diese vertraute Kulisse wird aber immer wieder von moderneren, raueren Elementen durchbrochen – Gangster, Entführungen, magische Intrigen, Wölfe, die wie ein Symbol für Bedrohung und Unruhe durchs Land streifen. In der Big-Finish-Fassung entsteht daraus ein spannungsvoller Kontrast: Auf der einen Seite steht eine fast idealisierte, alte Weihnachtswelt, auf der anderen Seite eine Wirklichkeit, in der Gefahr, Gewalt und moralische Ambivalenz präsent sind. Weihnachten ist hier nicht nur ein dekorativer Hintergrund, sondern ein Prüfstein dafür, ob Hoffnung, Gemeinschaft und Glaube der Finsternis standhalten.
Ein weiteres zentrales Motiv ist das Spiel mit Zeit und Erinnerung. Die Box erlaubt Reisen durch die Epochen, Begegnungen mit Figuren aus der Vergangenheit und das Erleben von Mythen, als wären sie gegenwärtig. Zeit wird dadurch in der Geschichte etwas Durchlässiges, fast Plastisches, das Kay formen und betreten kann. Gleichzeitig erzeugt diese Struktur eine tiefe Nostalgie: Die Vergangenheit ist nicht einfach weg, sondern jederzeit spürbar, und sie prägt das Hier und Jetzt. Die Big-Finish-Adaption verstärkt das durch die Klanggestaltung – etwa wenn historische Szenen akustisch anders gefärbt sind als die Episoden in Kays Gegenwart. So entsteht das Gefühl, dass alle Zeiten auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden sind und dass Entscheidungen, die längst gefallen scheinen, noch nachhallen. Das Motiv der Zeit hat dadurch auch etwas Melancholisches: Es schwingt immer mit, dass man bestimmte Dinge nicht festhalten kann, so sehr man sich das auch wünscht.
Sehr klar ausgeprägt ist zudem das klassische Motiv des Kampfes zwischen Gut und Böse, das jedoch nie völlig platt ausbuchstabiert wird. Abner Brown ist als Gegenspieler deutlich böse gezeichnet, aber die Art, wie er sich tarnt – als Respektsperson, als Geistlicher, als jemand, der vertraut wirken will – macht deutlich, wie viel Fassade und Täuschung im Spiel ist. Das Böse tritt nicht mit Teufelshörnern auf, sondern versteckt sich hinter Rollen, Funktionen und äußeren Formen, die Sicherheit suggerieren. Die Box selbst ist dabei neutral: Sie verstärkt nur, was in denen steckt, die sie benutzen. Das macht den Konflikt interessanter, weil es nicht um ein verfluchtes Objekt im simplen Sinne geht, sondern um die Frage, wer dieses Objekt in der Hand hält und mit welcher inneren Haltung. Big Finish spielt diesen Aspekt im Zusammenspiel von Dialog und Schauspiel aus: Die Versuchung, Abner nachzugeben, und die moralische Standhaftigkeit, die Kay dagegen setzt, sind immer wieder spürbar.
Schließlich sind auch Motive wie Freundschaft, Loyalität und Selbstermächtigung der Kinder wichtig. Kay ist zwar die zentrale Figur, aber er agiert nicht allein: Freunde und Vertraute stehen an seiner Seite, und die Adaption betont – etwa durch eine aktivere Rolle von Peter und den stärkeren Auftritt weiblicher Figuren –, dass es ein gemeinsamer Kampf ist. Die Kinder sind nicht bloß Spielbälle der magischen und erwachsenen Kräfte, sondern immer wieder diejenigen, die den entscheidenden Schritt tun, den Mut aufbringen oder die richtige Frage stellen. Damit verknüpft The Box of Delights seine märchenhaften und religiösen Motive mit einem sehr menschlichen Kern: Es geht um Vertrauen, Zusammenhalt und die Fähigkeit, trotz Angst Verantwortung zu übernehmen. In der Summe entsteht so ein thematisch erstaunlich vielschichtiges Hörspiel, das unter der Oberfläche der weihnachtlichen Fantasy eine ganze Menge über Macht, Moral, Erinnerung und das Erwachsenwerden erzählt.

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Jetzt dem Bluesky-Kanal folgenVerhältnis zu Buch und früheren Adaptionen
Die Big-Finish-Adaption von The Box of Delights steht in einem spannenden Verhältnis zur Romanvorlage und zu den früheren Umsetzungen für Radio und Fernsehen. Man merkt in nahezu jeder Szene, dass Christopher William Hill und das Produktionsteam den Stoff als britischen Klassiker betrachten, der mit Respekt behandelt werden muss. Die Grundhandlung, die Figurenkonstellation und der besondere Ton des Romans von John Masefield bleiben weitgehend erhalten: der Schuljunge Kay, der rätselhafte Cole Hawlings, der sinistre Abner Brown, die magische Box als zentrales Artefakt sowie die Mischung aus Weihnachtsatmosphäre, Internatswelt, kirchlichen Ritualen und heidnisch anmutenden Sagenmotiven. Viele ikonische Szenen – etwa die Wölfe, die Zeitreisen oder die bedrohlichen Vorgänge rund um die Weihnachtsmesse – sind erkennbar an der Vorlage orientiert und werden eher behutsam als radikal neu interpretiert. So fühlt sich das Hörspiel für Kenner des Buches vertraut an, ohne wie eine bloße vertonte Lesung zu wirken.
Gleichzeitig ist die Big-Finish-Version stark geprägt vom Bewusstsein, dass The Box of Delights eine lange Adaptionen-Geschichte hat, allen voran die berühmte BBC-TV-Serie aus den 1980er Jahren. Elemente wie die Verwendung der Carol Symphony als prägnantes musikalisches Motiv knüpfen direkt an diese Tradition an und bedienen gezielt die Nostalgie vieler Hörer, die den Stoff über Fernsehen oder frühere Radioproduktionen kennengelernt haben. Die Produktion ist aber keine nostalgische Kopie, sondern eher eine Art Brücke: Sie übernimmt liebgewonnene Tonfälle, Stimmungen und Motive, setzt sie jedoch in eine moderne, deutlich dichtere Soundkulisse und in eine Erzählstruktur, die auf das Hörspielmedium zugeschnitten ist. Statt Bilder zu imitieren, werden akustische Räume geschaffen, die eigene, neue Bilder im Kopf entstehen lassen.
Dazu kommen bewusste Anpassungen, die zeigen, dass Big Finish den Stoff ins 21. Jahrhundert holen will, ohne ihn seiner Identität zu berauben. Figuren wie Peter werden deutlich aktiver eingesetzt, damit Kay einen natürlichen Gesprächspartner hat und nicht alles in inneren Monologen erklären muss. Weibliche Figuren erhalten mehr Profil und Handlungsmacht als im Originaltext, was die Geschichte ausgewogener wirken lässt und heutigen Hörgewohnheiten entgegenkommt. Bestimmte Übergänge und Szenen, die in Buch oder TV stark visuell getragen werden, sind für das Audio neu strukturiert, damit sie verständlich bleiben und Spannung erzeugen. So entsteht eine Fassung, die den Geist von Masefields Roman und den Charme früherer Adaptionen ernst nimmt, aber gleichzeitig klar als eigenständige Interpretation funktioniert. Für Hörer, die Buch oder TV-Serie lieben, bietet sie Wiedererkennung und Neues zugleich – und für alle, die The Box of Delights zum ersten Mal erleben, ist sie ein Einstieg, der weder altmodisch noch museal wirkt, sondern wie ein bewusst klassisches, aber zeitgemäß erzähltes Fantasy-Hörspiel.
Für wen eignet sich das Hörspiel?
The Box of Delights von Big Finish richtet sich an mehrere Zielgruppen gleichzeitig:
- Jugendliche und Familien, die ein anspruchsvolleres, aber immer noch kindgerechtes Weihnachts-Fantasy-Märchen hören wollen
- Erwachsene Hörer, die mit der BBC-TV-Serie oder dem Buch aufgewachsen sind und eine moderne, hochwertige Audiofassung suchen
- Big-Finish-Fans, die außerhalb von Doctor Who Interesse an britischen Klassikern haben
Die Altersfreigabe wirkt inhaltlich eher ab ca. 9–10 Jahren sinnvoll – es gibt bedrohliche Szenen, Wolfsangriffe, Entführungen, magische Konfrontationen, aber nichts explizit Brutales. Erwachsene bekommen genügend Subtext, Nostalgie und liebevolle Produktionsdetails, um sich nicht unterfordert zu fühlen.
Gerade als Weihnachts-Eventhörspiel, das man über mehrere Adventsabende verteilt hören kann, funktioniert die Struktur mit zehn Teilen hervorragend.
Stärken der Big-Finish-Adaption
Eine der größten Stärken der Big-Finish-Adaption von The Box of Delights ist die beeindruckende atmosphärische Dichte, die sich vom ersten Ton an entfaltet. Man merkt der Produktion an, dass sie nicht einfach nur eine literarische Vorlage abarbeitet, sondern gezielt eine eigene Klangwelt erschaffen will. Die Mischung aus neu arrangierter Carol Symphony, eigens komponierter Musik und einem sehr detailreichen Sounddesign sorgt dafür, dass man sich sofort mitten in verschneiten Landschaften, alten Kirchen, geheimnisvollen Gängen und mythischen Zwischenwelten wiederfindet. Geräusche wie knirschender Schnee, Wolfsgeheul, Zuglärm oder der Hall in Kirchenräumen sind nicht bloße Effekte, sondern tragen aktiv zur Erzählung bei und machen die Welt von Kay Harker lebendig. Gerade die magischen Reisen durch Raum und Zeit profitieren von der akustischen Umsetzung: Statt plumper Erklärungen arbeiten Musik und Klangflächen mit Übergängen, Echos und Stimmenebenen, sodass im Kopf sehr klare Bilder entstehen.
Ebenso stark ist die Besetzung. Mit Sir Derek Jacobi, Mark Gatiss, Louise Jameson, Annette Badland, David Warner und vielen weiteren erfahrenen Stimmen hat Big Finish ein Ensemble zusammengestellt, das selbst Nebenfiguren Profil verleiht. Derek Jacobi bringt als Cole Hawlings eine Mischung aus liebevoller Exzentrik und uralter Weisheit ein, während Mark Gatiss als Abner Brown mit hörbarer Freude den charismatischen, aber bedrohlichen Gegenspieler verkörpert. Kay Harker, gesprochen von Mack Keith-Roach, wirkt glaubwürdig jugendlich, neugierig und verletzlich, ohne ins Künstliche abzurutschen. Die Dialoge profitieren enorm davon, dass sich die Sprecher hörbar in ihren Rollen wohlfühlen und die chemie zwischen ihnen stimmt. Das trägt dazu bei, dass auch komplexere Szenen mit vielen Figuren nachvollziehbar und lebendig bleiben.
Ein weiterer zentraler Pluspunkt liegt in der Art und Weise, wie die Vorlage für das Medium Hörspiel angepasst wurde. Die Adaption bleibt der Grundhandlung, den Figuren und dem Ton des Romans treu, nimmt aber an den richtigen Stellen Veränderungen vor, um die Geschichte im reinen Audioformat besser funktionieren zu lassen. So werden etwa bestimmte Figuren – wie Peter – deutlich aktiver eingebunden, damit Kay einen natürlichen Gesprächspartner hat, statt Gedanken nur zu monologisieren. Weibliche Figuren erhalten mehr Handlungsspielraum und werden weniger auf Nebenrollen reduziert, was der Geschichte mehr Ausgewogenheit und zeitgemäße Glaubwürdigkeit gibt. Die Struktur mit zehn etwa halbstündigen Episoden, jeweils mit eigenem Spannungsbogen und Cliffhanger, sorgt zudem dafür, dass das Hörspiel hervorragend als Serienereignis funktioniert, das man gestaffelt hören kann – etwa über mehrere Abende im Advent.
Nicht zu unterschätzen ist auch der Respekt vor der Tradition des Stoffes. Die Adaption nimmt die literarische Herkunft und die bekannten früheren Umsetzungen ernst, ohne zur bloßen Kopie zu werden. Das Wiederaufgreifen musikalischer Motive, die sorgfältige Inszenierung der Weihnachtsszenen und der Umgang mit Sagenfiguren wie Herne the Hunter zeigen, dass Big Finish bewusst an die lange Geschichte von The Box of Delights anknüpft. Gleichzeitig werden altmodische oder problematische Aspekte der Ursprungsvorlage behutsam modernisiert, ohne den Charme der Erzählung zu zerstören. Diese Balance zwischen Nostalgie und Aktualisierung ist eine große Stärke und macht das Hörspiel sowohl für Kenner älterer Versionen als auch für neue Hörer attraktiv.
Schließlich punktet The Box of Delights auch durch seinen Umfang und die Sorgfalt, mit der das Gesamtpaket geschnürt ist. Die rund fünf Stunden Hauptgeschichte bieten genug Raum, um Figuren, Schauplätze und Themen auszuleuchten, ohne dass wichtige Elemente gehetzt wirken. Ergänzende Extras mit Interviews und Hintergrundinformationen vermitteln zusätzlich das Gefühl, es hier nicht mit einer schnellen Nebenproduktion, sondern mit einem Herzensprojekt zu tun zu haben. All diese Aspekte zusammengenommen machen die Big-Finish-Adaption zu einem Hörspiel, das sich von der Masse abhebt: stimmungsvoll, hochwertig produziert, respektvoll gegenüber der Vorlage und zugleich selbstbewusst genug, eigene Akzente zu setzen.

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Jetzt als PWA installierenMögliche Kritikpunkte
Trotz aller Qualitäten ist The Box of Delights von Big Finish kein Hörspiel ohne Ecken und Kanten, und je nach Erwartungshaltung können einige Aspekte als Schwächen empfunden werden. Am offensichtlichsten ist das Erzähltempo: Die Produktion orientiert sich deutlich an der Struktur eines klassischen Radio-Serials und nimmt sich viel Zeit für Stimmungen, Dialoge und Nebenepisoden. Wer moderne, sehr straff erzählte Serien gewohnt ist, kann die knapp fünf Stunden Spielzeit als zu ausladend empfinden, zumal einzelne Passagen – etwa längere Schleich- oder Suchszenen – sich etwas ziehen. Hinzu kommt, dass gerade die Mischung aus Gangsterkrimi, Kinderabenteuer, weihnachtlicher Kirchenatmosphäre und mythischer Fantasy nicht immer ganz homogen wirkt: Für manche Hörer ist genau dieser Genre-Mix der Reiz, andere könnten das als leicht zerfasert oder tonal uneinheitlich empfinden, vor allem wenn sich humorvolle Momente mit sehr düsteren Szenen abwechseln.
Ein weiterer Punkt, der gelegentlich kritisch gesehen wird, ist die teils recht komplexe Inszenierung von Action- und Massenszenen rein über Ton. In Sequenzen, in denen viele Figuren gleichzeitig agieren – etwa bei den Wölfen, in den unterirdischen Gewölben oder in Szenen mit mehreren Gegnern und Kindern auf einmal – kann es trotz guter Regie vorkommen, dass man für einen Moment die Übersicht verliert, wer gerade was tut. Gerade Hörer, die die Vorlage nicht kennen, müssen hier aufmerksam bleiben. Auch die Struktur der Geschichte selbst, die stark vom Originalroman geprägt ist, bringt eine Besonderheit mit sich: Cole Hawlings, der von Derek Jacobi so eindrucksvoll gespielte, faszinierende Magier, verschwindet über weite Strecken der Handlung nahezu komplett aus dem Fokus. Wer hauptsächlich wegen dieser Figur einsteigt, könnte enttäuscht sein, wie wenig Präsenz er in der langen Mittelstrecke tatsächlich hat, während Kay und seine Freunde den Großteil der Handlung tragen.
Schließlich spielt auch der Rahmen eine Rolle: The Box of Delights positioniert sich als Weihnachtsklassiker mit Familien- und Nostalgiefaktor, ist aber in seiner Sprache, seinen Anspielungen und der Bauart der Handlung deutlich im britischen Kontext verankert. Wer mit altenglischer Kirchenatmosphäre, Internatsjargon und traditionellen Weihnachtsmotiven wenig anfangen kann, wird vielleicht emotional nicht vollständig abgeholt. Dazu kommt, dass die Produktion im Vergleich zu modernen Mainstream-Hörspielen nicht als günstiges Massenprodukt daherkommt, sondern eher als aufwendige Spezialveröffentlichung, was für preisbewusste Hörer ein zusätzlicher Kritikpunkt sein kann. Insgesamt sind das keine gravierenden inhaltlichen Mängel, aber es sind Aspekte, die man im Hinterkopf haben sollte: The Box of Delights richtet sich weniger an ein breites, auf schnelle Unterhaltung fixiertes Publikum, sondern an Hörer, die bereit sind, sich auf einen langsam erzählten, traditionell geprägten und stellenweise etwas eigenwilligen Fantasy-Klassiker einzulassen.
Fazit
Im Fazit lässt sich sagen, dass The Box of Delights von Big Finish ein ausgesprochen stimmungsvolles, liebevoll gestaltetes Weihnachts-Fantasy-Hörspiel ist, das seine literarische Herkunft nie verleugnet und gerade darin seine Stärke findet. Die Produktion setzt ganz klar auf Atmosphäre, sorgfältige Figurenzeichnung und eine gewisse nostalgische Langsamkeit – und genau das macht den Reiz aus. Statt kurzatmiger Action bekommt der Hörer eine Reise durch verschneite Landschaften, alte Kirchen, geheimnisvolle Kellergewölbe und mythische Zwischenwelten, in denen sich britische Weihnachtstradition, Märchenmotive und klassische Boys’ Own-Abenteuer zu einem eigenen, sehr besonderen Klangkosmos verbinden. Die magische Box ist dabei nicht nur ein spannendes Plot-Element, sondern ein Symbol für Fantasie und Verantwortung, für die Frage, was man mit Macht tut und wie weit man bereit ist zu gehen, um das zu schützen, was einem wichtig ist.
Dass Big Finish für diese Adaption ein so prominentes Ensemble gewinnen konnte, zahlt sich in jeder Szene aus: Derek Jacobi als Cole Hawlings, Mark Gatiss als Abner Brown und die übrigen Sprecher verleihen selbst Nebenfiguren Kontur und Präsenz. Zusammen mit der sorgfältig eingesetzten Musik – allen voran der neu interpretierten Carol Symphony – und dem detailverliebten Sounddesign entsteht ein Hörspiel, das man nicht nur nebenbei konsumiert, sondern in das man sich am besten bewusst hineinfallen lässt. Natürlich muss man das gemächlichere Erzähltempo und die Fünf-Stunden-Laufzeit mögen; wer moderne, rasante Thriller erwartet, wird hier eher ausgebremst. Wer aber gerade in der Advents- und Weihnachtszeit Lust auf ein reichhaltiges, märchenhaftes und doch gelegentlich angenehm düsteres Fantasy-Abenteuer hat, das sich wie eine mehrteilige Radioreihe aus einer anderen Ära anfühlt, dürfte mit The Box of Delights bestens bedient sein. Es ist eines dieser Hörspiele, die sich hervorragend als wiederkehrende Tradition eignen – etwas, das man in regelmäßigen Abständen erneut hört, weil die Mischung aus Magie, Nostalgie und weihnachtlicher Stimmung auch beim zweiten oder dritten Mal noch funktioniert.
The Box of Delights
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- Label / Verlag: Big Finish Productions
- Veröffentlicht:
- Herkunft: Großbritannien
Produktion
- Vorlage: John Masefield
- Adaption: Christopher William Hill
- Zusätzliche Dialoge: Barnaby Edwards
- Regie: Barnaby Edwards
- Musik: Joe Kraemer
- Titelmusik: Victor Hely-Hutchinson
- Sounddesign: Steve Foxon
- Cover: Anthony Lamb
- Script-Editor: Guy Adams
- Produktion: Emma Haigh , David Richardson
- Ausführende Produzenten: Jason Haigh-Ellery und Nicholas Briggs
Sprecher
- Cole Hawlings – Derek Jacobi
- Kay Harker – Mack Keith-Roach
- Ellen – Mina Anwar
- The White Lady – Annette Badland
- Inspector – Timothy Bentinck
- Caroline Louisa – Lisa Bowerman
- Maria Jones – Clare Corbett
- Winter – Barnaby Edwards
- Abner Brown – Mark Gatiss
- Herne the Hunter – Raj Ghatak
- Sylvia Daisy Pouncer – Louise Jameson
- Chubby Joe – Damian Lynch
- Susan Jones – Deeivya Meir
- Bishop – Tony Millan
- Conductor – George Naylor
- Foxy Faced Charles – Nicholas Pegg
- Constable – Sam Stafford
- Dean – Dan Starkey
- Rat – Homer Todiwala
- Arnold of Todi – David Warner
- Peter Jones – Lizzie Waterworth-Santo

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